Geschichte

 

Haidhauser Gesellen gründeten am 03.01.1872 den katholischen Gesellenverein als dritten Gesellenverein in München nach München-Zentral (1851) und München-Au (1868).

1883 hatte der Gesellenverein dann endlich eine feste Bleibe in der Kirchenstraße 6. Besitzer des Hauses war der von Präses Andreas Seidl neu gegründete Kath. Gesellenhausverein St. Johann Baptist München-Haidhausen e.V., dem viele Haidhauser Bürger Geld für den Umbau des Hauses spendeten.

1911 wurde im Vorderhaus Kirchenstraße 6 ein Hospiz eingerichtet, das Platz bot für 50 Gesellen. Die Betreuung der Gesellen und die Wirtschaftsführung übernahmen die Mallersdorfer Schwestern.

In Jahre 1928 wurde das Rückgebäude des neu erworbenen Hauses Kirchenstraße 8 umgebaut, das zusätzlich 28 Gesellen Platz bot.

1933 beschloß die Kolping-Zentrale in Köln eine wichtige Satzungsänderung: Alle Gesellenvereine nennen sich nun Kolpingsfamilie.

Ab 1972 wurde es im Kolpinghaus ruhiger, da die Mehrbettzimmer bei den jungen Männern nicht mehr so gefragt waren. Der kath. Gesellenhausverein wurde am 31.12.1986 aufgelöst und von der kath. Zentralgesellenhausstiftung München übernommen.

Seit 1997 ist eine Mitbenutzung des neu umgebauten Anwesens Kirchenstraße 6 möglich.

Mehrere tausend junge Menschen wurden in den über 125 Jahren seines Bestehens durch die Idee des Gesellenvaters Adolf Kolping geformt.